Nordkorea – ein Land wie kein anderes

Q_NKDie Chinesen haben recht wenig persönlichen Urlaub im Jahr. Oft nur 5Tage, beim mir in der Firma gibt es 10-20 je nach Stellung und Betriebszugehörigkeit. Zweimal im Jahr ist eine ganze Woche frei durch Feiertage: Im Februar das Spring Festival oder chinesisches Neujahr und im Oktober die Golden Week wo die Staatsgründung gefeiert wird. In diesen beiden Wochen empfiehlt es sich nicht in China zu Reisen , da das ganze Land unterwegs ist. Viele Chinesen fahren während diesen Tagen auch zurück in ihre Heimatstadt zu ihren Verwandten. Viele Ausländer verlassen während dieser Zeit das Land um zu Reisen.

So habe ich es auch im Oktober 2015 gemacht und habe mir als erstes ausländisches Reiseziel von hier aus den Norden Koreas herausgesucht. Mit dem Zug von Peking aus ging es in 23h nach Pjöngjang inkl. 2Stüngiger Ausreiseprozedur in chinesischen Dandong und der ebenso langen Einreisekontrolle auf der anderen Seite des Grenzflusses in Nordkorea.

Die Eisenbahnbrücke wirkt wie ein Zeittunnel, wo man innerhalb von 100m in das China der 70er Jahre zurückversetzt wird. Kaum mehr Maschinen, alle Menschen in Uniform (Militär oder Arbeiter) und Propaganda Musik aus den Lautsprechern am Bahnhof. Der Personenkult, der um den verstorbenen Präsidenten Kim Il Sung und seines Sohnes Kim Jong Il gelebt wird ist unbeschreiblich. Wie Gottheiten werden diese verehrt und mit Statuen, und großen Bildern sind sie noch überall präsent.

Das Land vom dicken King Kong Un feierte am 10.10.2015 70jährige Bestehen der kommunistischen Partei, so gab es dafür eine große Militärparade mit Feuerwerk. Auch ein schönes Geburtstagsgeschenk für mich ;-).

In zwei Wochen gab es viele Protzbauten in der Hauptstadt, viel Landwirtschaft mit schwer arbeitenden Menschen, schöne Natur, uralte Technik und ein nagelneues Skigebiet zu sehen.

Danach ging vom internationalen Flughafen in Pjöngjang mit seinen vier Gates mit der landeseigenen Air Koryo (laut Internet die schlechteste internationale Airline der Welt) in einer Tupolev zurück nach Peking. Alles in allem ein Land wie kein anderes und durch meine beiden reise- und lebenserfahrenen Begleitungen ein ganz besonderer Urlaub.

Übrigens: Ein Visum in den Reisepass gab es nicht, dafür eine nordkoreanische Tourist Card, die bei Ausreise wieder einkassiert wurde.


Hier mein Reisetagebuch, das ich geführt habe:

2.10.2015:

Herrliches Wetter in Suzhou. Sachen gepackt und im Bahnhof gemerkt, dass ich die Adressenliste für die Postkarten vergessen habe. 😦 Die hatte ich am letzten Arbeitstag noch in der Mittagspause geschrieben. Im Hotel in Peking zufällig meine Reisebegleitung Wiltraud kennengelernt. Sie ist Jahrgang ’41, topfit und hat schon fast die ganze Welt bereist. Nach ihren Angaben 177 Länder inkl. dann Nordkorea. Mit ihr bin ich dann spontan noch in die Pekingoper angrenzend an unserem Hotel. Ein skuriles aber tolles Erlebnis. Die Plätze wurden uns upgegraded und wir hatten somit fast die Besten im Saal. Das Knabberzeug (Nüsse, Tomaten,…) und der Tee waren mein Abendessen.

3.10.2015:

Mit Wiltraud in den Pekinger Zoo gegangen und haben die Pandas angeschaut. Die haben allerdings nur gegessen oder geschlafen. Kaum einer hat sich mal von vorne gezeigt. Und wie zu erwarten, waren wegen den Feiertagen viele Menschen unterwegs. Habe als Visum keinen schönen Aufkleber im Reisepass, nur eine Schülerausweis-ähnliche ‚Tourist Card‘ bekommen :-/ Ich hoffe es klappt alles mit der Einreise. Der Fahrer vom Hotel zum Bahnhof war ein Idiot! Wirft uns auf der falschen Straßenseite raus und das Bahngleis zu finden war auch nicht so einfach. Erst standen wir falsch an. Zum Glück hatte Wiltraud nochmal nachgefragt und wir waren zeitig da. Der Zug ist aus Norkorea und das Begleitpersonal damit auch. Die typischen Mützen und alle einen Button mit Vater und Sohn drauf. Neugierig sind sie auch. Einer wollte garnicht mehr gehen. Fühlte mich beobachtet. War unangenehm. Wir haben ein 4er Abteil für uns und separiert zwischen Zugpersonal und Asiaten. Zwei Langnasen auf Reisen.

4.10.2015:

Sonntag Zugfahrt. Morgens gegen 4Uhr aufgewacht und relativ gut geschlafen. Langsam wird es hell. Noch circa 150km bis zur Grenze. Um 7Uhr erreichen wir dann die Grenze in Dandong (chinesische Seite). Dandong ist natürlich einfacher als Suzhou, aber trotzdem voller Neonbeleuchtung, Grenzkontrolle 2Stunden. Mit meinem Pass klappt zum Glück alles. Dann wird rangiert. Hin und her.  Und dann ab über eine Eisenbrücke und den Grenzfluß nach Nordkorea. Auf chinesischer Seite hohe Häuser und einen Fernsehturm und die andere Seite ganz anders. Viele Menschen arbeiten. Keine Autos, keine Maschinen. Viele Leute in Uniform und bewaffnet mit älteren Maschinengewehren, aus den Lautsprechern Propagandamusik. So stelle ich mir die Zeit vor 75Jahren vor. Eine Zeitreise. Immense Eindrücke! Dann wieder Grenzkontrolle: Pässe werden mitgenommen, eine andere uniformierte Person nimmt uns die Zolleinreisezettel ab, wo wir alles Bargeld, Elektro- und GPS-Geräte eintragen mussten. Und dann kommt ein älterer Uniformierter und bittet mich sehr bestimmt ihm mein Handy zu zeigen. Meine Bilder werden gecheckt. Alle! An Videos im Club mit leichtbegleideten frauen hält er sich auf. Ich Depp! Hätte ich löschen sollen. Wiltraud hat Angst um ihre Geldemenge, die sie wegen ihrer langen Reise bei sich hat. Ich um meinen Pass ohne Chinastempel. Seit Dandong haben wir Nordkoreaner im Abteil: Ein junger Mann, der uns ständig beobachtet, nie etwas sagt und selten lächelt. Eine Frau um die Mitte 40 ist auch im Abteil. Wir denken Mutter und Sohn. Beide sehr gut gekleidet und wie alle den Button der beiden großen Männer an der Brust. Die beiden kennen die Uniformierten, die uns kontrollieren. Einer von denen ist sehr nett und verabschiedet sich per Handschlag, nachdem wir ihm unsere Koffen öffnen mussten. Bei meiner Nikon frägt er wegen dem GPS nach, da an der Seite ein Anschluss dafür vorgesehen ist. Der ist aber für einen externen Empfänger (GPS Geräte sind in NK nicht erlauft). Schlussendlich kommen die Pässe und die Reise geht weiter. Reisfelder wohin das Auge fällt. Kleine, an den Berg gebaute Dörfer. Häuser mit schönen Dächern (Walmdach mit Giebel) und die Menschen auf dem Feld oder Fahrrad. Wenige LKW, kaum Traktoren, keine Autos. Die Leute schauen dem Zug hinterher, der auf chinesischer Seite deutlich schneller fuhr. Viele Gleise sind geschraubtund es ist deshalb oft ein 5cm großer Spaltzwischen zwei Schienen. Vieles scheint marode. Die Weichen funktionieren mechanisch per Seilzug. Alle Kilometer kommen Wachposten mit Uniformierten und starken Lampen für nachts. Generell sieht man viele Menschen in Uniform: Grau, braun, blau, grün. Nachtrag: Die Menschen im Zug vermeiden Blickkontakt. Schade, denn das macht sie sehr unmenschlich. Einfahrt in die Hauptstadt. Mehr Autos, Taxis, voll gepackte Elektrobusse für Oberleitung. Monumentalbauten u.a. das kegelförmige Hotel, das sich aber noch im Bau befindet (seit Mitte der 80er). Am Bahnhof viele chinesischen Reisegruppen, Uniformierte und unser Tourguide kommt auch: Mitte 20, Student, im Anzug und erwartet Wiltraud. Er dachte ich käme morgen per Flieger. Unser Hotel in Mitten einer Insel neben Fussballstadion und internationalem Kino ;-). Das Hotel ist circa 20 Jahre alt und in chinesischer Qualität gebaut, alles irgendwie 80er/90er. Einrichtung: Telefon, Lichtschalter-Radio-Weckeranlage. Bin im 43ten Stock und habe durchs offene Fenster einen Blick Richtung Stadt. Bisher nur nachts und die Stadt ist echt dunkel und nur wenig beleuchtet. Dann klingelt das Telefon: Der Reiseleiter: „ob ich noch einen zweiten Pass hätte, wegen dem fehlenden Chinavisum?“ Jetzt weiß er es. Hoffe, das geht gut…

5.10.2015:

7Uhr Weckruf vom Reiseleiter, 8Uhr Frühstück: Chinesische Speisen, Joghurt, Toast, eine Marmelade. Man kommt damit durch. Danach geht es um 9Uhr raus aus der Stadt. 100m breit ist die Straße und fast kein Fahrzeug unterwegs. Bizarre Szenerie. Dann rauf auf einen Hügel, namens Ryongak, mit buddhistischem Tempel und danach ins 2013 neu erbaute Kriegsmuseum. Sehr beeindruckender Bau mit Statuen auf dem Platz davor und den amerikanischen Kriegsschätzen, darunter auch die USS Pueblo, ein Versorgungsschiff von 1944, das erobert wurde. Den 74jährigen Kriegsheld haben wir auch gesehen, der seinen Landsleuten seine Geschichten erzählt hat. Im Museum eine große Statue von Kim Il Sung mit großen Treppen aus Marmor und sternförmigem Kronleuchter. Sehr beeindruckend. Dazu die Geschichte des Koreakriges gehört und ein 130m langes 360° Panorama von der Schlacht um Taejon betrachtet, dass von 40 Malern erstellt wurde. Am Nachmittag Besuch des Triumpfbogens, der höher ist, als der in Paris und des Eingangs des Kim Il Sung Stadions (Sportstätte für Fussball, Leichtathletik, Ziel des Halbmarathon). Am Kriegerdenkmal Roswitha getroffen. Mit 80Jahren top fit und ein helles Köpfchen. Das Denkmal selbst ist 2013 und Marshall Kim Jong Un hat persönlich vieles entschieden (gähn, immer das Gleiche…). Dann mussten Plastikblumen gekauft und niedergelegt werden. Danach wurden nochmal Heldengeschichten erzählt und die Gräber erklärt. Zurück in die Stadt an „Truppen“ von Schülern vorbei, die für den 10.10. geprobt haben. Unglaublich organisiert und diszipliniert. Am Schülerpalast und Fontänenpark zum koreanischen Essen. Sehr lecker und reichhaltig. Danach zurück ins Hotel durch die dunkle Stadt. Und meinen zweiten Pass bin ich auch los :-/

6.10.2015:

8:30 Abfahrt in das 1h entfernte Nampo un in dieser Hafenstadt das Sohae-Schleusensystem zwischen Taedongfluß und dem gelben Meer (koreanisches Westmeer) zu besuchen. Dazu dort einen lobpreisenden Film angeschaut. Die Bilder vom Baubeginn von 1981 waren noch schwarz/weiß, die Bilder von der Fertigstellung 1986 farbig. Auf dem Rückweg nach Pjöngjang noch einen landwirtschaftlichen Betrieb oder besser eine Kindervorführung angeschaut, die uns als Kindergarten verkauft wurde. Doch vor und nach unserem Besuch keinerlei Kindergeschrei und keine spielenden Kinder. Singvorführung mit gedrillten Kindern. Im „Kindergarte“ Bilder des Kriges und ein gemaltes Bild im Treppenhaus, wie bewaffnete Kinder einen amerikanischen Soldat töten. Schrecklich! Am Nachmittag die großen Bronzestatuen (23m hoch) besucht und wiedereinmal Blumen abgelegt. Ganz großer Personenkult. Danach Fahrt nach Myohyang und Übernachtung in einem in die Jahre gekommenen Hotel. Zum Glück gibt es zwischen 20 und 22Uhr warmes Wasser 😉 Im Yanggakdo (unser Hotel in Pjöngjang) gab es heute Stromausfall.

7.10.2015:

Frühstück im Hotel in Myohyang und die ersten Postkarten für 10RMB inkl. Briefmarken bekommen. Roswita war früh wach und spazieren. Spannende Geschichte. Dann die Ausstellung zur internationalen Freundschaft besichtigt. Zwei riesige Gebäude wie asiatische Tempel von Außen und innen marmorverzierte Räume mit Geschenken aus aller Welt, da alle Welt den ehemaligen Präsidenten so liebt ;-). Geschenke aller Art, von Elfenbeinschnitzereien und Bärenfelle aus Russland über schweizer Taschenmesser, Labtops und Ramschpokalen. Aber auch ein Flugzeug, Zugwaggons und Autos von Stalin. Danach hat Wiltraud wieder ihre Damenstrümpfe verschenkt („das war nach dem 2.WK sehr begehrt“) :-D. Dann Picknick am Fluß mit abgepacktem Essen. Naja. Dann zum fast 1000Jahre alten Pohyon-Tempel: Sehr schöne Anlage mit schön bunten Tempelgebäuden, großen Bäumen und Grün. Danach Rückfahrt nach Pjöngjang. Beim Abendessen erzählt Roswita, dass sie vom Führer gefragt wurde, ob sie spazieren war?! Sie wurde also verpfiffen. Unglaublich. Totale Überwachung. Fühle mich beobachtet und schalte jetzt das Licht aus 🙂

8.10.2015:

Besuch des Mausoleum, einem Hochsicherheitstrakt. Das Heiligtum des Landes, wo Präsident Kim Il Sung und Genosse Kim Jong Il einbalsamiert aufbewart sind. Die besten Kleider angezogen und durch Sicherheitsschleusen und kilometerlange Rollbänder mit roten und blauen Handläufen in einem marmorverkleideten Prunkbau. Für Touristen ist es Do und So geöffnet. Viele Soldaten, Arbeiter und vom Leben gezeichnete Bäuerinnen in ihren besten Kleidern standen schluchzend vor den Glassarkophargen in den beiden riesigen, rotbeleuchteten Hallen. Am Nachmittag Besuch des Parteimonuments. Schönes Ding. 50m hoch, da zum 50jährigen Bestehen 1995 erbaut. Danach Fahrt mit der U-Bahn. Sie fährt 60m unter der Erdemit Zügen, die 2007 aus Berlin gekauft wurden. Sie haben noch die Kratzereien auf den Scheiben. Davor fuhren chinesische Züge. Anschließend ein Spaziergang zurück. Endlich spüre ich wieder Freiheit. Dann Schülerpalast, wo Schüler am Nachmittag Musik, Kaligaphie oder Stickerei lernen können. Fühle mich wie im Zoo und unwohl. Am Abend in den Zirkus, der fast nur aus Akrobatik besteht. Wirklich sehenswert! Zum Abschluss Abendessen in einem koreanischen Restaurant. Es schmeckt fantastisch. Es wird für uns gesungen und getanzt 🙂

9.10.2015:

Fahrt zur Grenze zu Südkorea in der Nähe von Kaesong am 38ten Breitengrad. Die entmilitarisierte Zone besteht aus einem 2x2km breiten Streifen zur Grenze, wo keine automatischen Waffen erlaubt sind. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, wie oft die Gegenseite die aufgestellten Gebote missachtet und provoziert. Nach dem Mittagessen mit Ginsengschnaps, Besuch des Koryomuseums und zweier Kaisergräber aus der Koryozeit (von ca. 900 an). Aus Koryo wurde Korea. Auf der Rückfahrt nach Pjöngjang, gerade so bei Tageslicht das schöne Monument für die Wiedervereinigung des Landes besucht. Das in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete Monument zeigt den Wunsch zur Wiedervereinigung zu einem Korea.

10.10.2015:

Frühstück aus Versehen im falschen Raum bei den Journalisten des ZDF und ARD. Mich sehr nett mit dem Bürochef vom ARD Studio Tokio unterhalten und er hat mich gleich interviewed zu meinem Trip. Dann ein weiterer Ehrenhain auf einem Hügel mit schönem Blick in die Stadt. Dabei am leeren Wasserpark vorbei gefahren. Danach in die Blumenausstellung zu den Blumen von Vater (Kimjongilia) und Opa (Kimilsungia). Mittagessen und Vorfreude auf die Parade, doch wir wurden im Restaurant eingeschlossen und die Vorhänge zugemacht („zur Sicherheit“). Schöne Scheiße! Die Parade dann im Fernsehn gesehen. Danach raus und in der Dännerung auf die Parade gewartet. Zum Glück kamen dann noch Panzer 🙂 Hot Pot zum Abendessen und tatsächlich noch Blumen zum Geburtstag bekommen (die, die sonst niedergelegt werden). Um 21:15 war noch ein kurzes aber schönes Feuerwerk am Jucheturm. Von der Ferne auch den Fackelumzug in der Innenstadt gesehen. Nunja…

11.10.2015:

6Stunden Autofahrt von Pjöngjang über die östliche Hafenstadt Wonsan zum berg Kumgang. Hotel mit schönem Blick in die Berge und nachts ein toller Sternenhimmel. Abendessen in einem leeren restaurant und kalt war es auch.

12.10.2015:

Der schönste Urlaubstag soweit und wahrscheinlich wird er es bleiben. Wandern zum Kuryong Wasserfall und weiter über steile Leitern zu den acht Seen, die den Wasserfall speisen. Nach dem Mittagessen spazieren wir an einem schönen See entlang und durch den Wald. Keine Präsidentengeschichten und ein Hauch von Freiheit. Am Abend noch in einen Onsen zum Entspannen. Ein toller Tag in schöner Berglandschaft.

13.10.2015:

Lange Fahrt vom Berg Kumgang über Wonsan nach Hamhung. Streckenweise wieder am tiefblauen Meer entlang. Überraschenderweise haben wir dort für 20Minuten gehalten. Ganz feiner Sand und unser Führer hat zum ersten Mal Salzwasser probiert 😉 Zur Zeit wird die Ernte eingefahren und auf Hausdächern wird sie getrocknet. Ein schönes Bild. In Hamhung wohnen wir in einem älteren, leeren und dunklen Hotel. Nachmittags noch eine Fabrik für Pestizitherstellung besucht, doch außer Kompressoren nichts gesehen. Doch: grüner Rauch aus dem Kamin 🙂

14.10.2015:

Morgens in Hamhung noch die Bronzestatuen von Präsident und Sohn besucht, dabei gehört, dass die Stadt immens von der DDR finanziell unterstützt wurde, um nach dem vaterländischen Krieg die völlig zerstörte Stadt wieder aufzubauen. Nach dem Theaterbesuch von Außen gings wieder nach Wonsan, wo wir einen Spaziergang auf einem Damm entlang zu einer Insel machten. Dort angeln die Einheimischen und machen Muschel-BBQ. Danach Fahrt ins Hotel in das nagelneue Skiresort Masikryong. Das schönste Hotel des Urlaubs. Mit allem: Läden, Skiverleih (Head Ski!), bestes Abendessen. Und die Gondeln sind von Doppelmayr! Purer Luxus und Protz. Wer kommt hier zum Skifahren? Die Russen!?

15.10.2015:

Rückfahrt vom Masikryong Skihotel nach Pjöngjang. Mittagessen im Yanggakdo Hotel, danach zum Art Studio was mehr eine Verkaufsveranstaltung war, dann zum Filmstudio, wo man nur die Außenanlagen mit den Straßenzügen verschiedener Länder gesehen hat. Leider nicht das Studio mit der Technik selbst. Dann noch ins Kunstmuseum mit Malerein von ganz früher (Grabmalereien der Koryozeit) bis zur Neuzeit. Der Abschluß war der Besuch des Jucheturms (170m hoher Steinturm) und das üppige Abendessen. Time to say Goodbye. Morgen um 7 gehts zum Flughafen…

Ein Gedanke zu „Nordkorea – ein Land wie kein anderes“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s