Tibet – das Dach der Welt

Q_TibetNach den Tagen am Qinghai Hu kamen unsere Freunde Tobias, Davor und Peter nach Xining. Nach einem scharfen Hot Pot und einer Nacht im besten Hotel der Stadt ging es dann zum Bahnhof. Z6801, die Lhasa-Bahn und damit unser Zug von Xining nach Lhasa startete pünktlich um 5nach2.

23h im Zug, über den höchsten Bahnhof der Welt Tangula auf 5068m, vor dort runter nach Lhasa auf gute 3600m. Die Bahn hat eine Sauerstoffversorgung und man muss einen Zettel unterschreiben, dass man sich die Strapazen der dünnen Luft auch zutraut.

In Lhasa wurden wir von unserem Guide Tashi mit einem Khata, dem weißen Begrüßungsschal in Empfang genommen. Ausländer ist es nicht gestattet in Tibet ohne Guide zu reisen.

Danach waren zwei Tage Lhasa angesagt mit Besuch des Jokhang Tempels mit seinen goldenen Dächern, dem heiligen Zentrum Lhasas und den Pilgern davor, die sich alle drei Schritte auf den Boden legen, dem Sera- und Drepung Kloster…

…und zu guter letzt dem beeindruckenden, 130m hohen Potala Palast, dem ehemaligen Regierungssitz des Dalai Lama. Das Gebäude ist auch auf der 50RMB Note abgedruckt. Innen wird man durchgeschleust, Bilder darf man keine machen aber die Gräber der alten Lamas, wo Tonnen von Gold verarbeitet sind (beim größten 3,7t!) sind schwer beeindruckend.

Danach ging es los mit dem Auto Richtung Gyantse. Auf dem Weg hielten wir am unnatürlich blauen Yamdrok See und am Karola Gletscher.

Tags drauf ging es von Gyantse nach Shigatse mit dem kleinen Potala Palast und einem Stopp am Trashilünpo Kloster, wo wir ein wenig Wandern und uns damit einen Überblick über die Stadt verschaffen konnten.

Und dann kam der Tag, auf den ich mich schon lange gefreut hatte mit der langen Fahrt zum höchsten Berg der Erde 🙂 Zuerst vorbei an der 5000km Marke der Nationalstraße 318 von Shanghai nach Tibet dann rein in den Mount Qomolangma Nationalpark, dem Gebiet des Everest. Das Wetter war nicht perfekt und wir konnten ihn zu dem Zeitpunkt wegen Wolken noch nicht sehen. Sollten die 7h Fahrt vergeblich gewesen sein?

Nach zahlreichen weiteren Serpentinen meinte Tashi dann, wir hätten Glück und der höchste Berg lag direkt vor uns mit bester Sicht auf den Gipfel! WOW! Was für ein Gefühl dieses Bild vor Augen zu haben. Damit hatte sich ein Traum von mir erfüllt. 🙂

Die 4km von der Zeltstadt auf 5050m bis zum Everest Base Camp auf 5200m, was nur aus einem Stein und einem Hügel mit Gebetsfahnen besteht, wanderten wir und genossen den unglaublichen Blick auf den 8848m hohen Gipfel in der Nachmittagssonne.

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Auf dem Rückweg zur Zeltstadt, in der sich auch das höchste Postamt der Welt befindet, ging die Sonne langsam unter und es wurde richtig kalt. Unser Zelt teilten wir uns mit gut 15 Leuten, es war gut beheizt und damit schön warm. Allerdings merkte ich die dünne Luft und so konnte ich wegen Kopfweh und Atemnot nicht richtig schlafen.

Am nächsten morgen war unser Auto total vereist, der Everest in Wolken gehüllt und nicht mehr zu sehen, sodass wir unsere Rückfahrt antraten. Ein paar hundert Höhenmeter tiefer war auch das Kopfweh wieder weg.

Wir fuhren den ganzen Tag und waren spät abends wieder zurück in Lhasa, was ursprünglich als 2Tagesetappe geplant war. Somit hatten wir einen zusätzlichen Tag in Lhasa an dem wir dann noch um das Ganden Kloster ausgiebig wandern konnten.

Ein toller Abschluß einer unvergesslichen Reise 🙂

3 Kommentare zu „Tibet – das Dach der Welt“

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